Von Pferden und Blutgrätschen

“Was machst Du jetzt beruflich?” – dies ist wohl diejenige Frage, die ich in den letzten Wochen und Monaten am h√§ufigsten gestellt bekommen habe. Eine ganze Weile – eigentlich seit 28 Semestern ;) – konnte ich ohne Umschweife antworten: “Ich schlie√üe gerade mein Studium ab!”. Diese Antwort wurde vom Fragesteller problemlos mit einem Nicken akzeptiert, doch nachdem das Examen seit einigen Wochen offiziell einget√ľtet ist, f√§llt mir die Antwort nicht mehr ganz so leicht. Ich m√∂chte mich auch nicht direkt in ein neues Vollzeitprojekt wie zum Beispiel das Referendariat st√ľrzen, sondern mir in aller Ruhe Gedanken √ľber meine berufliche Zukunftsplanung machen.

Neben vielen Einzelprojekten f√ľr die gemeinsamen Partner von Julius und mir war ich in den vergangenen Wochen auch auf der ein oder anderen gemeinn√ľtzigen Veranstaltung unterwegs. Eine besondere Herausforderung war das Pferderennen f√ľr den K√∂lner Kinderschutzbund auf der Pferderennbahn in Weidenpesch. Noch nie zuvor habe ich auf einem Pferd gesessen und nach einer kurzen Einf√ľhrung inklusive Probereiten spielte ich kurz mit dem Gedanken, es auch dabei zu belassen… Die Reiter wissen wovon ich spreche, aber auch allen anderen sei gesagt: Eine Kurve im Galopp zu nehmen und dabei einen Steigb√ľgel zu verlieren, ist in etwa so entspannend wie einbeiniges Schlittschuhfahren! Die Ank√ľndigung unseres Reitlehrers, dass die Pferde im Rennen noch um Einiges schneller sein w√ľrden, trug dann auch nicht unbedingt zu meiner Beruhigung bei. Vor rund 15.000 Zuschauern auf der Pferderennbahn wollte ich dann aber doch nicht kneifen und stellte zu meiner √úberraschung fest, dass die “Laufruhe” mit h√∂herer Geschwindigkeit zunahm, es auf der Strecke keine Kurven gab und somit hat es dann auch richtig Spa√ü gemacht – hier ist das Beweisphoto (Auch wenn es vielleicht nicht so aussieht: Das Pferd war durchaus schwerer und kr√§ftiger als der Reiter!)…

 

Nur eine Woche sp√§ter gab es ein weiteres Rennen f√ľr einen guten Zweck. Diesmal war die Strecke aber etwas l√§nger und der mobile Untersatz nahm um exakt ein PS ab, sodass beim Radrennen “Rund um K√∂ln” auf der 67 km langen Jedermanndistanz mein eigener Einsatz gefordert war. Im Rahmen der Aktion “Rund um K√∂ln mit Herz” radelten wir den ersten Teil der Strecke bei durchwachsenem Wetter und in moderatem Tempo an der Seite einiger Herzpatienten, bevor auch unser Team aufdrehte und den zweiten Streckenabschnitt in durchaus sportlichem Tempo absolvierte.

 

 

Auch am Pfingstwochenende steht eine weitere Kombination aus Sport und Charity auf dem Programm: Beim Fu√üballspiel zwischen den Teams von Lukas Podolski und Per Mertesacker werde ich – selbstverst√§ndlich – f√ľr das Poldi-Team auflaufen. Am Montag um 18:15 Uhr erfolgt der Ansto√ü und wer keinen Platz mehr im restlos ausverkauften (!) Sportpark in K√∂ln-H√∂henberg ergattern konnte, hat die M√∂glichkeit, den “Kick f√ľr den guten Zweck” bei Sport1 live zu verfolgen. Mit dabei sein wird auch Robert Lewandowski. Es bleibt aber abzuwarten, ob er sich auf das Spielfeld traut, falls der bekennende Bayern-Fan und ebenfalls anwesende Boris Becker auf dem Feld per Blutgr√§tsche schon mal auf das CL-Finale einstimmen m√∂chte…

Hier gibt es aktuelle Infos √ľber die Veranstaltung und die jeweiligen Teams.

Naturgem√§√ü kann man mit Charityveranstaltungen nicht seinen Lebensunterhalt bestreiten, sodass ich zwischendurch durchaus auch “normaler” Arbeit nachgehe. Am 1./2. Juni ert√∂nt ja in Hamburg bereits der Anpfiff zum ersten smart-Supercup, bei dem ich f√ľr Sky als Co-Kommentator und Experte im Einsatz sein werde. Dann wird auch die mir am zweith√§ufigsten gestellte Frage beantwortet werden, die da lautet: “Wie wird es denn f√ľr Dich sein, Julius in Zukunft im TV kritisieren zu d√ľrfen/m√ľssen”? Hierbei sehe ich aber recht wenig Probleme, denn zum einen darf man ja auch positive Kritik loswerden – daf√ľr muss er nat√ľrlich gut spielen ;) – und zum anderen konnte Julius schon immer gut mit konstruktiver Kritik umgehen, solange diese nicht vom Schiedsrichter kam…!

Apropos Schiedsrichter! F√ľr das Photo des Tages kommt mir noch ein Kunstwerk in Erinnerung, das im Nachklang des Olympiafinals erstellt wurde. Hier gibt es √ľber die Entscheidung des Schiedsrichters nat√ľrlich gar nichts zu meckern…!

Nun w√ľnsche ich aber allen erst einmal ein sch√∂nes Pfingstwochenende!!

Euer Jonas

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