Rentnerleben

Hallo zusammen!

Nun bin ich also Ex-Sportler und das hört sich irgendwie ein bisschen komisch an. Schuld ist vermutlich die Vorsilbe, mit der man ĂĽberwiegend negative Dinge assoziiert. Zum Beispiel verbinden die meisten Menschen Wörter wie “Ex-Frau” (OK, einige Männer verspĂĽren bei diesem Wort vielleicht auch Erleichterung), “Exhumierung”, “Exkrement”, “Exerzierplatz” oder “Exponentialfunktion” nicht unbedingt mit positiven Emotionen…

Das Thema Verletzung möchte ich gar nicht groĂź thematisieren, nur soviel dazu: Ich habe aus der Zeitung erfahren, dass mir in absehbarer Zeit massive Lähmungserscheinungen und der Rollstuhl drohen – ich kann beruhigen und klarstellen, dass meine Ă„rzte bessere Erkenntnisse haben als der dort zitierte und mir unbekannte Arzt…!

Der Schritt zum Karriereende war natürlich nicht angenehm. Aber der Wunsch, den Alltag auch perspektivisch halbwegs schmerzfrei bestreiten und (Hobby)Sport treiben zu können, ist zu groß und wichtig, als dass ich meine Gesundheit für weitere sportliche Höchstleistungen aufs Spiel setzen wollte.

Die Reaktionen auf meinen Entschluss ähnelten sich stark: Ăśberraschung, Bedauern und Verständnis folgte oftmals die Gratulation zu einer Entscheidung zum perfekten Zeitpunkt. Nun kann ich mir fĂĽr die Wahl des Zeitpunkts mangels absoluter Freiwilligkeit nicht wirklich selbst auf die Schulter klopfen, bin im Nachhinein aber froh, dass ich diesen richtigen Entschluss nicht erst deutlich später (oder schon vor einem Jahr…) getroffen habe. Neben der Tatsache, dass Julius nun noch etwas Vorbereitungszeit mit seinem neuen und sehr vielversprechenden Partner hat und ich die fĂĽr einen Sportler seltene Erfahrung des “Abtretens auf dem sportlichen Höhepunkt” machen durfte, gibt es in der Tat noch andere positive Aspekte: So fiel die Entscheidung zwar frĂĽh genug, um den im Januar nicht immer wohltemperierten Beachhallen aus dem Weg gehen zu können, aber andererseits ausreichend spät, weil die Teilnehmer fĂĽr das Dschungelcamp bereits feststanden!

Da weder BigBrother angefragt hat, noch mir eine Kochshow angeboten wurde, muss ich mir wohl demnächst auch ernsthafte Gedanken um meine weitere berufliche Zukunft machen. Zunächst steht aber noch das letzte Drittel meines Lehramtsexamens in den kommenden Wochen an, gleichzeitig beschäftige ich mich auch ein wenig mit möglichen zukĂĽnftigen Arbeitsfeldern, werde aber dem Beachvolleyball zunächst auf jeden Fall treu bleiben. Auch zukĂĽnftig stehen diverse Projekte – viele zusammen mit Julius – auf dem Programm (Beachcamp, PR-Termine fĂĽr unsere Partner, Vorträge etc.) und auch sonst gibt es die ein oder andere Idee rund um den Sand, die mich durchaus reizen könnte.

Zum Abschluss dann noch das gewohnte Photos des Tages, diesmal gleichzeitig Werbung in eigener Sache: MIKASA hat zusammen mit Julius und mir einen neuen Beachvolleyball designt und lässt diesen gerade produzieren. Wer sich also schon jetzt fĂĽr den Beachsommer rĂĽsten möchte – zuschlagen!

Ich wünsche eine schöne Woche und bis demnächst!

Euer Jonas

 

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Eine Antwort auf Rentnerleben

  1. Witold sagt:

    Auf jeden Fall wĂĽrde ich mich freuen, wenn der Abschied vom Profisport nicht auch den Abschied von diesem Blog bedeutet, dafĂĽr waren doch zu viele witzige und interessante Artikel dabei.
    Auf jeden Fall alles Gute und viel GlĂĽck fĂĽr Deine Zukunft, wie auch immer sie aussieht.

    Viele GrĂĽĂźe,
    Witold

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