Auf ein Neues!

Hallo zusammen!
Ja, ich weiß, lang ist es her seit dem letzten Blogeintrag! Aber vor Weihnachten hat man ja selten Zeit zur Muße und auch diesmal wurden die wenigen möglichen Geschenk-Kauf-Tage im Dezember durch unser Trainingslager auf Teneriffa weiter reduziert. Eigentlich ist es aber gar nicht so ĂŒbel, dem Einkaufswahn kurz vor der Massenpanik in der Kölner FußgĂ€ngerzone mit einem Kanarenaufenthalt zu begegnen: Zwar sind die Temperaturen dort nur marginal höher (was allerdings hauptsĂ€chlich an den frĂŒhlingshaften Dezembertemperaturen in der Heimat lag), aber die weiteren VorzĂŒge liegen auf der Hand: Bereits im Flieger friedlich schlummernde Ü-60er und das milde, unaufgeregte Klima Teneriffas kombiniert mit ungeschmĂŒckten Hotel- und Trainingsanlagen lassen zwar keine Weihnachtsstimmung aufkommen, aber eben auch keinen Weihnachtsstress. Wenn zu Hause eine Weihnachtsfeier die nĂ€chste jagt und man auch in der zweiten Dezemberwoche die fehlenden Geschenke noch nicht nur an einer Hand abzĂ€hlen kann, dann ist das Seniorenparadies Teneriffa gar keine schlechte Alternative und man findet sicher eher Zeit zur Besinnung als wĂ€hrend der heimatlichen Adventszeit! Einverstanden, einen Becher leckeren GlĂŒhweins sucht man im “Cappuccino-mit-Sahne-Mekka” natĂŒrlich vergeblich, aber andererseits hielt sich der Genuss bei 14 Grad im Rheinland sicherlich auch in Grenzen!?
Wie auch immer: Es gab zum GlĂŒck Internet im Hotel und OnlineversandhĂ€user sind ja zum GlĂŒck mittlerweile quasi anerkannt als seriöse Weihnachtsgeschenkbezugsquellen. So wurde dann der Geschenkeeinkauf ganz gemĂŒtlich zwischen Bridge-Treff und Bingo-Abend abgewickelt – allein die dienstĂ€glichen, geradezu entrĂŒckten BeifallstĂŒrme fĂŒr den Elvis-Imitator störten ein wenig die konzentrierte Suche nach den PrĂ€senten fĂŒr die Liebsten…!
In der Tat erwischten wir die wettertechnisch schönste Kanarenwoche die ich jemals erlebt hatte: Kaum Wind und chronisch blauer Himmel!
GetrĂŒbt wurde der Aufenthalt nur ein wenig von den Leistungen des Effzehs. NatĂŒrlich habe ich auch auf Teneriffa eine Fußballkneipe gefunden und habe mir unter anderem mit dem Besitzer des Kölner Pascha (kein Witz – aber natĂŒrlich rein zufĂ€llig getroffen…) zwei Spiele anschauen dĂŒrfen/mĂŒssen. Sogar unsere schweizer Trainingspartner habe ich vor den Bildschrim gelockt, aber irgendwie hĂ€tte ich spĂ€testens seit Latour, Zellweger, Cabanas, Streller und Co wissen mĂŒssen, dass das nicht gerade GlĂŒck bringen wĂŒrde! Hatte das 1:1 gegen Mainz – eines der schlechtesten Fußballspiele die ich seit langem gesehen habe – noch mit dem Ausgleich kurz vor Schluss einen emotionalen Höhepunkt, so erntete das 10-gegen-11 Debakel (gefĂŒhlt: 11 gegen 8) in MĂŒnchen nur noch kollektives KopfschĂŒtteln und selbst mir war es unmöglich, da noch irgendetwas schön zu reden! Herr Solbakken entschuldigte das Desaster unter anderem damit, dass die Spieler wĂ€hrend des dritten Spiels in 6 Tagen “mĂŒde im Kopf” waren. Nun ja: Zum einen sah es eher nach UnzulĂ€nglichkeiten unterhalb des Halses aus und zum anderen stimmt es doch ein wenig bedenklich, wenn man beim (akustisch) gefĂŒhlten Heimspiel gegen die Bayern in der Arroga – Ă€h – Allianzarena ein mentales Problem hat.
Egal, ist ja Winterpause, will ich wenigstens jetzt mal nicht zu viel ĂŒber Fußball schreiben!
Stattdessen vielleicht ein kurzer Verweis auf das nĂ€chste Trainingslagerziel, befinde mich nĂ€mlich gerade auf dem Weg dorthin und nutze die Umstiegszeit in Bangkok fĂŒr eben diesen Blogeintrag. Nun bieten sich von Bangkok aus natĂŒrlich so einige mögliche Ziele zur Vorbereitung auf die kommende Saison an: Nach China wĂ€re es zB nicht weit, allerdings genĂŒgen mir die Turnieraufenthalte in Peking und Shanghai, um meinen persönlichen Chinahunger zu stillen!! Nach Japan wollte ich immer schon mal aber in Tokio herrschen gerade Ă€hnliche Temperaturen wie zu Hause und leider steht auf meiner Bordkarte auch nicht “Sydney”! Das “leider” rĂŒhrt aber nur von der Begutachtung der Wetterprognosen, denn nicht umsonst befinde ich mich auch diesmal wieder auf dem Weg nach Neuseeland, einem der schönsten und angenehmsten LĂ€nder die ich bisher bereist habe! Die Wettervorhersage lĂ€sst fĂŒr die erste Woche aber leider nicht sehr viel Gutes erwarten, exemplarisch habe ich mal die Prognose fĂŒr den kommenden Sonntag herausgesucht und hoffe instĂ€ndig, dass es nicht dazu kommen wird!!

Auf den ersten Blick sieht das ja schon nicht sehr schön aus, aber noch etwas desillusionierender wird es nach dem Durchlesen des Kleingedruckten: FĂŒr Sonntag sind sage und schreibe 45,1mm Niederschlag (immerhin Regen und nicht Schnee) vorhergesagt! Zum Vergleich: Selbst im angeblich so verregneten Hamburg kommen im langjĂ€hrigen Mittel nur 42mm Niederschlag herunter und dafĂŒr braucht es sogar einen ganzen Monat (Februar)!!
Nachdem mir die Vermieterin unseres Apartments in Neuseeland vor wenigen Tagen bereits geschrieben hatte, dass nach heftigen Unwettern noch kleinere Reparaturarbeiten wĂ€hrend unseres Aufenthalts an dem Haus durchgefĂŒhrt werden mĂŒssen, hoffe ich nun, dass zumindest das Dach nicht zu sehr in Mitleidenschaft gezogen wurde…!
Ich kann ja an dieser Stelle demnĂ€chst mal berichten, ob wir Down Under Land unter haben oder sich uns Wetter und Natur wie im letzten Jahr grĂ¶ĂŸtenteils von der schönsten Seite zeigen werden!

Jetzt muss ich aber erst einmal dorthin kommen und vor allem den Zoll passieren, denn vor einem Jahr wĂ€re uns wegen eines “Drogendeliktes” fast die Einreise verweigert worden! Wer sich nicht erinnert oder noch einmal nachlesen möchte, kann dies hier tun.
Damit ich aber nicht schon viel frĂŒher scheitere, muss ich mich jetzt mal trotz MĂŒdigkeit aufraffen und fĂŒr den nĂ€chsten 11-Stunden-Flug bereit machen, das grĂŒne BordinglĂ€mpchen leuchtet bereits!
Bis dahin, ich wĂŒnsche Euch ein schönes Wochenende!!

Euer Jonas

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Eine Antwort auf Auf ein Neues!

  1. Agadir-DĂŒsseldorf-Rheine-Nina ;-) sagt:

    Ich wĂŒnsch Dir tolle tage u7nd freu mich, hier immer mal was von Down.under zu hören!!! Verletz`Dich nicht, denn Du weißt: 2012 wird EUER JAHR!
    Liebste GrĂŒsse, Nina

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