Die Probleme einer Weltreisenden

Schon wieder fast alles vorbei…da schuftet man stundenlang in KraftrĂ€umen und Beachhallen, gefĂŒhlt ĂŒber Jahre und dann ist zack – die Saison im Handumdrehen zu Ende.

15 Turniere liegen hinter uns, in unserer Wahlheimat Hamburg sind wir seit MĂ€rz insgesamt vielleicht vier Wochen gewesen. Mein Auto begrĂŒĂŸte mich bei jeder Stippvisite mit immer dickeren Spinnweben zwischen Spiegel und Fenster und heute morgen hab ich ĂŒberlegt ob Benzin eigentlich auch “schlecht” werden kann. Das war um 6.30 Uhr und ich kam mal wieder vom Flughafen, mein Home-Grand-Prix… Da winkt mich ein junger Mann in Uniform in die nĂ€chste Einfahrt. “Junge Dame, Sie sind ziemlich flott unterwegs. Wir haben das hier auf unserer Kamera, wollen sie das sehen?”, “Nee, will ich nicht.” Ich will einfach nur in mein Bett! Im Laufe der Kontrolle, wurde mir mein Vagabunden-Dasein mal wieder bewusst: “Wo wohnen Sie?”, “Hamburg. Bin aber noch gemeldet in Herrsching am Ammersee, das ist mein erster Wohnsitz”, “Den FĂŒhrerschein gemacht in?”, “Leverkusen.” „Aber Sie haben ein Berliner Kennzeichen?!” „Das ist die Firmenadresse.”, „Okay…”

Soviel zu „reisen macht Spaß“, aber man verliert eben hin und wieder mal die Orientierung, wacht nachts auf und muss kurz mal rekapitulieren: “Neben mir: Laura, Morgen: Turnier, Zimmer mit Holzdecke: Gstaad! Wir sind in Gstaad!” In unserem Team verliere ich grundsĂ€tzlich eher die Orientierung…zumindest tagsĂŒber. Nachts passiert es auch, dass ich Laura darauf hinweisen muss, dass es natĂŒrlich noch lange dauert, bis es hell wird, weil es ein Uhr nachts ist und sie sich doch bitte wieder hinlegen soll…

Ja, ja, wenn man soviel zusammen unterwegs ist, passieren schon lustige Dinge. Den Vogel haben dieses Jahr definitiv die EnglĂ€nder abgeschossen, die Von Stockholm die FĂ€hre nach Aland genommen haben, bei Ankunft aber vor dem falschen Ausgang gewartet haben und so weitere 10 Stunden nach Helsinki gefahren sind um dann von dort wieder zurĂŒckzufliegen…

Laura und ich haben natĂŒrlich krĂ€ftig mitgescherzt auf deren Kosten, die mussten sich ganz schön einstecken letztes Wochenende… Was sie zum GlĂŒck nicht wussten: Laura und ich haben in Dubai mal am Gate 20 einchecken wollen um dann zu hören: “Ihr Flug ging vor 20 Minuten von Gate 24.” „Wie? Es gehen zwei Emirates-FlĂŒge innerhalb von einer Stunde von Dubai nach Shanghai?” „Korrekt.” „Das ist jetzt natĂŒrlich relativ Ă€rgerlich…”

Und jetzt steht Timmendorf vor der TĂŒr und wenn Timmendorf vor der TĂŒr steht, ist die Saison fast vorbei. Und wenn die Saison fast vorbei ist, zieht man schon ein bisschen Bilanz. Was war gut, was kann man besser machen, was hat man erlebt, was waren die Highlights, haben wir unsere Ziele erreicht?
Ziele waren, Halbfinals regelmĂ€ĂŸiger zu erreichen. Das hat geklappt. Allerdings haben wir in der Planung irgendwie “Halbfinals gewinnen” vergessen…das könnten wir als Tagesordnungspunkt fĂŒr das PlanungsgesprĂ€ch 2010 einbringen…

Individuell haben wir uns mit Craig als neuem hauptamtlichem Trainer deutlich weiterentwickelt, vor allem was unsere Phase 10-FÀhigkeiten angeht. In diesem Kartenspiel haben wir einen internen Wettkampf am laufen, der von Laura akribisch auf Papier festgehalten wird und worin am Ende des Jahres der Ranking Leader in Phuket mit dem Kokosnusskrönchen ausgezeichnet wird. Ein weiteres Highlight, das neben DM und EM dieses Jahr noch ansteht!

Also, die Saison ist fast am Ende, aber eben nur fast. Ein paar KokosnĂŒsse sind noch zu ergattern!

Eure
Sara

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