Champion des Jahres

Hallo zusammen,

schon wieder ein Jahr vorbei… wie schnell das dann doch immer geht.
Aber ich bin froh. Die Saison war lang und ich freue mich auf ein paar ruhigere Wochen ohne viel Ein- und Auspackerei.
Nach der letzten erfolgreichen Amtshandlung auf Teneriffa, ging es direkt noch einmal fĂŒr einen 2-Tages-Kurztrip in die TĂŒrkei aber mit deutlich mehr VergnĂŒgen als Arbeit.
FĂŒr unseren Sponsor Smart haben wir dort ein kleines Video gedreht fĂŒr die neue Electric Drive Version im Rahmen der “Champion des Jahres”-Wahl im Robinson Club Camyuva aber dazu spĂ€ter mehr.
Bin noch nie so ein Eltektro-Auto gefahren, ist schon irre! Man hört ja nix! Als wir los wollten hab ich ihn erst nicht angekriegt, bis ich feststellte, der lĂ€uft schon lĂ€ngst! So flĂŒsterten wir dann zwischen dem Meer und der tĂŒrkischen SteilkĂŒste entlang, mit offenem Fenster konnte man die Vögel zwitschern hören.
So, aber nun zum Thema: Gemeinsam mit der Deutschen Sporthilfe und deren Partnern unterstĂŒtzt Smart die Veranstaltung „Champion des Jahres“. Einmal im Jahr trifft sich hier die deutsche Sportelite zu einem gemeinsamen Urlaub fernab von Wettkampfstress und Erfolgsdruck. Außer vielleicht fĂŒr die zum „Champion des Jahres“ nominierten 5 Athleten. Diese Auszeichnung wird am letzten Abend feierlich vergeben und von allen Sportlern, 72 an der Zahl in diesem Jahr, gewĂ€hlt. FĂŒr die Kandidaten ist es daher nicht ratsam, abends um 22Uhr die Segel zu streichen.
Steffi Nerius erzĂ€hlte uns beim Abendessen, dass sie sich sogar zum Boccia spielen breitschlagen ließ, 2009, als sie gewĂ€hlt wurde…
Dieses Jahr heißt der strahlende Sieger – nach langem Warten mit vielen emotionalen Bildern – Max Hoff! Ein extrem erfolgreicher Kanut, der schon zum dritten Mal nominiert war. Diesmal hat es endlich geklappt.
Ich finde es irgendwie immer schön, wenn Sportler aus weniger medial ausgeschlachteten Sportarten solche Auszeichnungen bekommen. Dementsprechend unsicher wirkte er auch im Rampenlicht, der Max. Aber gerade diese Bescheidenheit machte ihn irgendwie auch so sympathisch. Ein Vorbild.
Dieses bedeutungsschwangere Wort fiel wĂ€hrend der Show relativ hĂ€ufig. Wir, wie wir alle da so sitzen, seien Vorbilder… Was macht eigentlich ein Vorbild?
Ist erfolgreich sein vorbildlich? Oder liegt es einfach daran, dass erfolgreiche Menschen in den Medien sind und deshalb einfach die Chance haben, Vorbilder zu sein? Alleinerziehende MĂŒtter bekommen ja eher selten grĂ¶ĂŸeres Medienecho… Und kann ein Jugendlicher mit Dirk Nowitzki als Vorbild nicht nur verlieren? Oder können Jugendliche sehr wohl abstrahieren und es geht einfach um die Eigenschaften wie Disziplin, Teamgeist, Durchsetzungsvermögen, bei Talent wird’s ja schon wieder eng, denen sie nacheifern und die dadurch rein positive Auswirkungen haben? Dazu mĂŒsste man jetzt wohl den Kollegen Freud mal befragen…ist der eigentlich ein Vorbild? Wahrscheinlich sind die Eigenschaften, die man einem Vorbild zuschreibt, fĂŒr jeden verschieden.
FĂŒr mich persönlich zeigen sich vorbildtaugliche Personen zum Beispiel nicht bei Erfolg, sondern bei Misserfolg.
Wie einfach es ist selbstbewusst, freundlich, selbstkritisch, begeisterungsfĂ€hig, mitreißend, auskunftsfreudig – und was es noch alles fĂŒr Tugenden gibt – zu sein, mit einer Goldmedaille um den Hals. Und wie gleichwohl schwieriger nach einer bitteren Niederlage. Ein Vorbild, das sich nach diesen meinen Kriterien qualifiziert, durfte ich dort auch kennenlernen.
Ralf Bartels, seines Zeichens tonangebender deutscher Kugelstoßer der letzten 10 Jahre und große WM-Medaillen-Hoffnung in diesem Jahr, scheidet unerwartet frĂŒh aus, bei der WM in SĂŒdkorea.
Er packt nicht ohne ein weiteres Wort seine Tasche und fliegt mit der nĂ€chsten Maschine nach Hause, was ich ihm wirklich nicht verĂŒbelt hĂ€tte, sondern er bleibt bis zum Ende. Er unterstĂŒtzt den 12 Jahre jĂŒngeren Newcomer David Storl und hilft ihm die allererste WM-Gold-Medaille fĂŒr Deutschland zu gewinnen. Allererste besagt bereits, dass das etwas ist, was ihm in seiner erfolgreichen Karriere bislang verwehrt blieb.
Zum GlĂŒck hat ihn David Storl zum Dank als seine Begleitung mitgenommen zum “Champion des Jahres”, sonst wĂ€re mir dieses Vorbild wegen Mangel an Medaillen in diesem Jahr verborgen geblieben….

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Ein heikles Thema

So, eine Woche Turnierpause. Da hab ich ein bisschen Luft euch mal wieder was zu erzĂ€hlen. Wo dieser “Hochsommer” außerdem mit 15 Grad und Dauerniesel nicht gerade zu Kanutouren auf den AlsterkanĂ€len einlĂ€d…
Wir haben schon ein bisschen Sorge, dass unser sonnenverwöhnter BBQ-Trainer jeden Moment die Tasche packt und nach Neuseeland zurĂŒckfliegt!
Passend zum Wetter und der gerade laufenden Tour de France, wollte ich heute mal ein trauriges Thema angehen: Doping.
Dazu erstmal kurz das 1×1 dieser Wissenschaft:
Die Welt-Anti-Doping-Agentur, kurz WADA, kategorisiert seit einigen Jahren verschiedene  Sportarten in verschiedene Risikogruppen A, B und C.
A sind hierbei die Sportarten mit dem grĂ¶ĂŸten, C mit dem geringsten Dopingrisiko.
Bemessungsgrundlage hierfĂŒr sind:  das empirische Risiko, wieviel positive FĂ€lle es in der Historie gegeben hat, das physiologische Risiko, wieviel Potenzial in der Physis steckt, das öffentliche/mediale Risiko, wieviel Aufmerkamkeit die Sportart bekommt sowie das finanzielle Risiko, um wieviel Kohle es geht.
Danach werden neben den Sportarten außerdem die Athleten in verschiedene Testpools eingeteilt, die wiederum Aufschluss geben, wie intensiv der oder die Einzelne kontrolliert wird.
Der RTP ist dabei der meistkontrollierte, dann kommt der NTP und dann der ATP. Sportarten der Risikogruppe A haben deutlich mehr Leute im RTP als die der Risikogruppe C.
Fakt ist aber die Top-Athleten aller Sportarten sind im RTP. Beim Beachvolleyball sind das glaube ich die ersten 48 der Welt. Beim Radfahren dann vielleicht die ersten 1000 oder so, das weiß ich nicht.
Soviel zur Theorie. In der Praxis mĂŒssen wir RTP-Athleten jedes Jahr vier Mal online einen dreimonatigen Kalender ausfĂŒllen und angeben, wo wir sind. Dabei mĂŒssen wir jeden Tag eine Stunde an einem Ort fĂŒr eine Dopingprobe zur VerfĂŒgung stehen, 365 Tage im Jahr. Die Proben mĂŒssen aber nicht zwangslĂ€ufig innerhalb dieser Stunde stattfinden. Nur wenn wir in der angegebenen Stunde an irgendeinem Flughafen sitzen, weil unser Flieger VerspĂ€tung hat und wir das nicht sofort online Ă€ndern aber dann ein Kontrolleur kommt, gibt’s einen “missed test”. Bei drei “missed tests” eine Sperre.
Dieser Kalender ist einsehbar von der WADA und der NADA, der Nationalen-Anti-Doping-Agentur. Die testen unabhĂ€ngig voneinander. In Deutschland ist die NADA sehr aktiv, wir werden schon so 5-6 Mal im Jahr zuhause besucht fĂŒr Trainingskontrollen. ZusĂ€tzlich zu den Wettkampfkontrollen auf den Turnieren. Als ich im Februar aus Neuseeland wiederkam, wurde ich abends um 22Uhr von der WADA getestet und am nĂ€chsten Morgen um 8Uhr konnte ich dem Kollegen von der NADA den Durchschlag der Probe am Vorabend zum Abschreiben der Formalien geben.
In anderen LĂ€ndern, hört man, ist die NADA da nicht so genau, bzw wird mit Testergebnissen anders umgegangen. Deshalb ist es eben wichtig, dass es auch Tests von der WADA gibt, nach dem Motto “gleiches Recht fĂŒr alle”.
Diese WADA Kontrollen sind im Beachvolleyball relativ neu. Zumindest kann ich mich nicht erinnern frĂŒher schon von der WADA Trainingskontrollen zuhause gehabt zu haben.
In Moskau letzte Woche dann der Schock. Laura braucht morgens normalerweise immer erstmal ein paar Minuten, bis sie aus den Federn kommt. An dem Tag kam der ĂŒbliche verschlafene Griff zum Wecker bzw Handy und ZACK war sie hellwach. “NEIN!” Hör ich sie nur entsetzt neben mir und ich wusste, da ist was passiert. “Pedro hat eine positive Dopingprobe! Hab eine SMS bekommen.”
Da saß auch ich dann aufrecht im Bett. “Das kann nicht sein. Nicht der.” Aber wer denn? Frage ich mich jetzt. Irgendwie bin ich immer davon ausgegangen, dass man von den DopingfĂ€llen aus den Medien hört, von Sportlern, die man nur aus den Medien kennt, aber nicht bei uns! Nicht bei den Leuten, mit denen man das ganze Jahr unterwegs ist und locker quatscht. “Das kann nicht sein, vielleicht hat er in China Fleisch gegessen oder so”.
Im Laufe des Tages kam dann heraus, dass er nicht auf Clenbuterol, das China-Fleisch-Hormon, positiv getestet wurde sondern auf Steroide, die man wohl nicht mal eben so auf der Straße findet.
Außerdem, heißt es, sei noch ein Brasilianer betroffen, wer, weiß man noch nicht. Alle sagen jetzt, dass sei schlecht fĂŒr die Sportart. Ist das so? Oder is any press good press? Die ARD ĂŒbertrĂ€gt ja nach kurzem Beleidigtsein bei der Tour de France 2008 – denn das gehörte ja zumindest zum guten Ton – wieder heiter weiter. Und dass die Jungs da keine Sponsoren mehr hĂ€tten kann man jetzt auf den ersten Blick auch nicht direkt feststellen.
Der Umgang mit dem Thema ist so unvorhersehbar wie die Kontrollen selbst. Auf der einen Seite gibt es FĂ€lle wie Claudia Pechstein, die quasi von den Medien öffentlich gesteinigt wird, Stefan Uhmann, der wegen einem Joint zwei Jahre von der BildflĂ€che verschwindet und Cesar Cielo. Der brasilianische Schwimm-Star darf trotz positiver Dopingprobe bei der aktuell laufenden Schwimm-WM in Schanghai starten. Bei ihm wurde, wie bei zwei seiner brasilianischen Kollegen Nicholas dos Santos und Henrique Barbosa, das Verschleierungsmittel Furosemid gefunden, was aber nur fĂŒr eine Verwarnung des internationalen Sportgerichtshofes CAS reichte. Mit einer Koffeinkapsel habe er die Substanz versehentlich eingenommen. Scheinen alle recht mĂŒde zu sein im brasilianischen Lager. Lediglich Vinicus Waked, ein weiterer brasilianischer Schwimmer wurde nun wegen wiederholter Einnahme eben dieses Verschleierungsmittels Furosemid fĂŒr ein Jahr gesperrt.
Andre Agassi gibt in seinem Buch “Open” offen zu Drogen konsumiert zu haben und kam nach der positiven Probe damit davon, einen Betreuer in die Pfanne zu hauen. Was einen widerum ĂŒberlegen lĂ€sst wieviel große Namen so im Sinne der Glorifizierung dieser Stars ihrer Sportart glimpflich davon gekommen sind. Oder im Umkehrschluss, wieviele wirklich unglĂŒcklich zu einer positiven Probe gekommen sind aber nicht populĂ€r genug waren um nicht ĂŒber die Klinge springen zu mĂŒssen.
Wie es mit Pedro und dem ominösen zweiten Fall weitergeht, ist noch unklar. Die Spanne der Konsequenzen scheint hier zu beiden Seiten offen und spiegelt die Gefahr des Generalverdachts gegenĂŒber der Ungerechtigkeit des tatsĂ€chlichen Dopingbetrugs wider. Und da die Voraussetzungen in jedem Fall so unterschiedlich sind und es keine Möglichkeit gibt, immer gerecht zu sein, wird es wohl auch weiterhin bei der sehr individuellen Behandlung jedes einzelnen Falles bleiben…
In diesem Sinne, bleibt sauber…ich geh jetzt WĂ€sche waschen fĂŒr Polen nĂ€chste Woche!
Die Sara
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Beachvolleyball ist (nicht nur) sexy!

Hallo zusammen,

das grĂ¶ĂŸte Highlight der Saison, die WM in Rom, ist nun auch Geschichte und trotzdem steht noch soviel an. 5 Grand Slams, die EM in Norwegen, DM in Timmedorf und, und, und…

Sollte ich ein jetzt ein Zwischenfazit ziehen, wĂŒrde ich sagen: “schon ok”. Wir haben viele ziemlich gute Spiele gemacht, einige nicht so gute aber bis jetzt auch noch wenige, bei denen wir alles umsetzen konnten.

Mal sehen, ob uns das in den nÀchsten Wochen gelingt. Gut ist, dass das vielleicht beste Spiel das letzte war. Gegen Walsh-May im Achtelfinale in Rom. Zwar leider 2:1 verloren aber da hat schon sehr viel gepasst und darauf können wir aufbauen.

Aber ich will eigentlich gar nicht ĂŒber das “Sportliche” schreiben. Das könnt ihr ja alles in diversen Medien nachlesen. Ich dachte ich schreibe heute mal ĂŒber Heroes in Höschen.

Über eins sind wir uns wahrscheinlich alle einig: Ist schon eine saucoole Sportart, dieses “Beachvolleyball”.

Jung, dynamisch, emotional, an der frischen Luft (zumindest außerhalb Chinas..), sympathisch, laut, schnell, schweißtreibend, sonnig, mitreißend, fröhlich, Ă€sthetisch und fĂŒr den ein oder anderen wahrscheinlich auch ein bisschen sexy. Und da sind wir beim Thema. Zur WM in Rom hat die FIVB eine Kampagne gelauncht mit dem bescheidenen Namen “FIVB Heroes”. Die Idee ist simpel: Beachvolleyball bekannter zu machen.

Dazu werden die Protagonisten dieser Sportart sehr aufwendig vorgestellt. Laura und ich hatten dazu, wie viele andere, ein Shooting in Gstaad, bei dem eine ganze Tennishalle mit ĂŒberdimensionlaen schwarzen TĂŒchern abgehĂ€ngt, Sand aufgeschĂŒttet und Champions-League-Finale-taugliche Scheinwerfer aufgestellt wurden. Das Ergebnis ist sehr cool geworden. Mit den neuesten HD-Kameras und Super Slow Motion wird jedes Sandkorn dramatisch in Szene gesetzt.

 

An die MĂ€dels wurde dabei vor allem eine Anforderung gestellt: nicht sĂŒĂŸ-sexy zu sein. Wir sollten mit den Fotos StĂ€rke, Selbstbewusstsein, harte Arbeit ausstrahlen. Weg vom Caipirinha-Image in kurzen Höschen.

Auch fĂŒr uns eine neue Erfahrung nicht lĂ€cheln zu dĂŒrfen.

Nichts polarisiert beim Beachvolleyball in der öffentlichen Meinung offensichtlich mehr als dieses sexistische Image. Seit ich denken kann werden wir in jedem Interview gefragt, was wir denn davon halten, dass die BĂŒndchenlĂ€nge unserer Bikinis vorgegeben ist. Ob wir uns nicht irgendwie zur Schau gestellt fĂŒhlen.

Nein, tun wir nicht, ist jedes Mal die Antwort. Wir sehen das Ganze ziemlich leidenschaftslos und unpolitsich. Zumal die Regel eingefĂŒhrt wurde um ein einheitlicheres Bild nach außen zu zeigen.

Die BĂŒndchenlĂ€nge darf bis zu 7cm sein, da hatte Omi schon weniger… Bei Leichtathletinnen hab ich die Frage ĂŒbrigens noch in keinem Interview gehört. Ich glaube das liegt dran, dass die sich zwischen Badehöschen und Hotpants entscheiden dĂŒrfen…

Beachvolleyball wurde am Strand erfunden, da hat man naturgemĂ€ĂŸ wenig an. Ich habe auch schon gehört: “Euer Zirkus hat was von FKK-Bewegung, schert sich irgendwie gar keiner drum, dass er oder sie quasi nix anhat, wenn er/sie mit dir spricht.” Ist auch so. FĂŒr jemand der nach Feierabend aus dem BĂŒro kommt und am TurniergelĂ€nde vorbeilĂ€uft mag das seltsam anmuten aber fĂŒr uns ist das eben normal…

Ob das gut ist? Keine Ahnung. Die Frage, die sich fĂŒr uns stellt ist vor allem: Was mache ich daraus?

Sex sells aber die Verbindung zum Bikini ist da so nah, ist das dann nicht arg platt?

Und muss man das wirklich? Muss man auf den Zug aufspringen und wie Nummerngirls fĂŒr Fotografen posieren? Wertet man den Sport damit nicht ab? Lenkt man mit dem Design vom Inhalt ab? Was fĂŒr ein Vorbild ist das fĂŒr junge MĂ€dchen?

Oder muss man diese Register eben ziehen um neben König Fußball noch ein kleines bisschen Aufmerksamkeit zu erhaschen? Und ist es nicht arg prĂŒde und außerdem widernatĂŒrlicher sich bei 30 Grad im Schatten mehr anzuziehen als man am Strand tĂ€te, nur damit einem keiner auf den Hintern schaut? Sollen sie doch schauen! Mir doch egal. Aber wo setzt man dann die Grenze?

Die Meinungen sind da sehr unterschiedlich und auch widersprĂŒchlich. Die neue FIVB-Kampagne setzt auf starke, selbstbewusste Frauen und lĂ€sst zwischen den Spielen MĂ€dchen in Bikinis tanzen um die Spielpausen zu ĂŒberbrĂŒcken. Aber schließt sich das denn aus? Kann man denn behaupten, die MĂ€dels, die da tanzen seien nicht stark und selbstbewusst? Oder geht es nur um die Wirkung?

Wie auch immer, am Ende kann man wie immer nichts generalisieren und sicher hat auch jeder von euch dazu eine andere Meinung. Mir persönlich gefĂ€llt die Richtung der neuen FIVB-Kampagne gut, einfach auch, weil sie mal die andere Seite der Sportart zeigt und ich gespannt bin, wie das wirkt und ob den wirklich nur sĂŒĂŸ-sexy geht…

 

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Die schönen und nicht so schönen Seiten des Beach-Volleyballs

Hallo zusammen,

die Saison hat begonnen, nach fast 5 Wochen leben aus dem Koffer, war ich froh, als gestern die HaustĂŒr hinter mir zufiel. Wir Beach-Volleyballer haben schon einen coolen Job, ich will mich nicht beschweren, aber manchmal auch einen echt anstrengenden. Knapp 40.000 km haben wir zurĂŒckgelegt in dieser Zeit. Nach meiner Karriere werde ich es sicher vermissen, das viele Reisen, aber fĂŒr den Moment kann ich mir nichts Schöneres vorstellen, als fĂŒr ein paar Tage ein Bisschen den Alltag zuhause zu genießen. Ist schon ein Luxus, das Wasser aus der Leitung zu trinken, beim BĂ€cker nebenan ein schönes Vollkornbrot zu kaufen und bei unfassbaren 30 Grad am Weiher blauen Himmel und glĂŒckliche Enten zu beobachten.

Foto privat: "Beach-Volleyball Idylle" - Schnappschuss aus Rio de Janeiro/BRA...

Wem zuhause mal wieder die Decke auf den Kopf fÀllt, dem rate ich sich mal zwei Wochen in China durchzuschlagen, danach kommt einem das Zuhause wie das Paradies auf Erden vor.

Aber von vorne. Los ging unser Flieger Anfang April nach Rio de Janeiro fĂŒr unser Abschlusstrainingslager. Ein wirklich schönes Fleckchen Erde. Vor allem fĂŒhlte man sich, als ob die Stadt nur fĂŒr Beach-Volleyballer gebaut worden wĂ€re…zumindest der Ipanema-Teil. Wegen des anstehenden ersten Tourstopps in Brasilia war quasi die ganze World Tour am Strand. Egal zu welcher Tageszeit man an den Strand kam, man sah nur bekannte Gesichter und bunte BĂ€lle (siehe Foto oben).

Von da aus ging’s dann weiter in die Hauptstadt. Mit 1092m ĂŒber dem Meeresspiegel der höchste Tourstopp, knapp dahinter Gstaad in der Schweiz mit 1050m. Das macht sich auch bemerkbar, an der Flugbahn des Balles! Der fliegt wegen des geringeren Luftwiderstandes oft mal einen Meter weiter. Und nach langen Ballwechseln, das macht sich bemerkbar durch keuchende Schnappatmung…vor allem, nachdem ja in diesem Jahr die 12 Sekunden-zwischen-den-Ballwechseln-Regel sehr streng von den Schiedrichtern umgesetzt werden sollte.

So kam es dann auch dazu, dass ich in unserem ersten Spiel noch keinen Ball berĂŒhrt hatte und wir schon eine gelbe Karte, eine rote Karte und einen 0:2 RĂŒckstand zu verbuchen hatten. “Okay”, dachte ich, “herzlich willkommen in der neuen Saison!” Es trug sich wie folgt zu: Laura schlĂ€gt auf, ich blocke diagonal, die Russin macht einen Longline-Shot ins Aus. Man muss dazu sagen, es war nicht einfach ein normaler Longline-Shot, sie hat den Ball einfach nicht richtig getroffen, und der wĂ€re auch unterhalb des Meeresspiegels noch ins Aus gegangen, mal abgesehen davon, dass Phil Dalhausser den nicht mehr hĂ€tte berĂŒhren können…und der Schiedsrichter pfeift “touch”! 0:1. Ich geh auf ihn zu: “Are you serious?”…gelbe Karte, Spielverzögerung. Daraufhin geht Laura auf ihn los…rote Karte. Zack 0:2.

Nach dem Spiel erklĂ€rte mir ein Schiedsrichter, wir haben keine Entscheidungen mehr in Frage zu stellen und können uns ĂŒberlegen, wie wir die 12 Sekunden nutzen. Ob wir uns vor dem Aufschlag konzentrieren wollen oder die Taktik mit dem Partner besprechen, da mĂŒssten wir uns schon entscheiden…

Und Brasilia war zumindest auch “Brandblasen-zwischen-den-Zehen-heiß”, sodass wir in jedem Spiel mindestens eine Verwarnung, wenn nicht eine gelbe Karte bekommen haben. Was aber gar nicht so schlecht war, denn das musste ja im Spielberichtsbogen vermerkt werden und brachte uns dann nochmals ein paar Sekunden…

In Sanya, bei 38 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit war’s die Hölle, vor allem nach einer 50 Stunden Reise und mit einem 12-Stunden-Jet-Lag. Da war der ein oder andere Kollaps vorprogrammiert, und auch mein Gen-Pool hat mir deutich zu verstehen gegeben, dass von diesen Bedingungen nichts im Vertrag stand…

Gut an Shanghai war, dass es nicht mehr so heiß war. Auch, weil ich keine sauberen kurzen Sachen mehr hatte. Schlecht war, dass ich mir dann gleich eine dicke ErkĂ€ltung eingefangen habe. Auch ansonsten war nicht sehr viel “sauber” in Shanghai. Lange hatten wir ĂŒberlegt, ob wir ĂŒberhaupt hinfahren sollen, da es noch nicht mal 2000km von Fukushima entfernt liegt und ĂŒber die Luft und das Wasser der Weg nicht allzu beschwerlich ist. Die Quellen, die wir finden konnten, rieten uns aber zumindest nicht davon ab und so sind wir hin. Außerdem gab es, wie schon der Vorwoche in Sanya, das Problem mit dem Fleisch… Die Massentierhaltung wird in China nicht sonderlich gut ĂŒberwacht, und so werden die Tiere so mit Hormonen vollgestopft, dass man bei deren Verzehr eine positive Dopingprobe mit dem Hormon Clenbuterol riskiert. Einem Tischtenniskollegen war das vor einigen Monaten passiert, daraufhin wurden in einer Stichprobe 23 von 28 deutschen GeschĂ€ftsleuten nach einem China-Aufenthalt positiv auf Clenbuterol getestet. Die duften am Montag dann aber trotzdem ins BĂŒro, fĂŒr uns wĂ€re dann erstmal Schluss…

Foto privat: "Das hÀssliche Gesicht der Beach World Tour" - Blick aus dem Hotelzimmer in Shanghai.

Und was Luft und Wasser angeht, seht selbst. Mein “Meerblick” aus dem Zimmer: Aber da wir ja neuerdings alle GrĂŒne wĂ€hlen, wird bald alles gut. In diesem Sinne, fahrt öfter mal mit dem Fahrrad, jetzt wo uns die KlimaerwĂ€rmung 30 Grad Anfang Mai beschert…

Gehabt euch wohl!
Die Sara

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Mein RĂŒckblick auf die Saison 2010

Es ist vollbracht! Eine lange Saison ist schließlich zuende gegangen. Lang war sie wirklich. Der FIVB-Kalender breitet sich heimlich, still und leise immer weiter nach links und rechts aus. Irgendwo ist ja immer Sommer auf diesem Planeten.

Foto FIVB: Erfolgs-Trio (v.l.): Sara Goller, Trainer Craig Seuseu und Laura Ludwig.

Los ging’s dieses Jahr fĂŒr uns im Januar auf der anderen Seite desselben. In Neuseeland stiegen wir nach erholsamer Winterpause wieder ins Balltraining ein und spielten zwei Turniere der nationalen Tour. Es folgten schweißtreibende Einheiten im tiefsten Beachhallen-Sand der Welt in Hamburg im Februar, ein Trainingslager mit der europĂ€ischen Elite auf Fuerteventura im MĂ€rz, ein Trainingslager in Los Angeles fĂŒr den letzten Feinschliff im April und schon ging’s wieder los.

Wie im Vorjahr gab die World Tour ihr Debut in der brasilianischen Hauptstadt. Zugegeben, ein bisschen ironisch, ein Turnier im Zentrum des Landes auszutragen, in dem man ja doch den ein oder anderen Strand finden könnte…aber gut, sei’s drum. FĂŒr uns scheint es außerdem ein gutes Pflaster zu sein. Letztes Jahr Bronze, dieses Jahr Silber…nĂ€chstes Jahr…? Ist das Turnier wohl in Rio, munkelt man!!! Na toll…

Weiter nach Shanghai, Demut ĂŒben. FĂŒhlen uns gut, spielen katastrophal und verlieren zwei Spiele…ratlose Gesichter. Heute können wir zum GlĂŒck drĂŒber lachen, was da los war, weiß aber auch bis heute keiner. Erschöpft kommen wir nach dem Abflug nach Los Angeles Anfang April endlich wieder nach Hause. Zeit um wieder Kraft und Mut zu tanken fĂŒr den ersten Grand Slam in Rom. Einem der von uns gesetzten Highlights. Dort spielen uns mit guter Leistung wieder bis in’s Finale. VerrĂŒckte Welt. Leider können wir dort nicht die gleiche Leistung abrufen und verlieren gegen unsere LA-Trainings-Kolleginnen Kessy/Ross (USA) mit 2:0. Das Erreichen des Finals hieß gleichzeitig auch, dass wir unseren Flug nach Seoul am Sonntagmorgen verpassten. Die Organisatoren hatten sich spontan vor Ort entschieden, das Frauenfinale nicht wie geplant am Samstag, sondern am Sonntag zu spielen. Zwar wurde uns ein neuer Flug gekauft, der brachte uns aber erst zwei Tage spĂ€ter als geplant nach SĂŒdkorea. Ziemlich ferngesteuert gewannen wir das erste und verloren wir das zweite Spiel am darauffolgenden Donnerstag. In den kommenden Tagen rappelten wir uns dann immer weiter auf, schliefen am dritten Tag die Nacht durch und gewannen noch ein paar Spiele in der Loserrunde. Einzug Halbfinale dann wieder gegen Kessy/Ross. Wir spielten besser als im Finale in der Vorwoche, aber verloren leider wieder zweimal zu 19.
Erschöpft aber zufrieden ging es wieder nach Hause. Als nĂ€chstes stand mit Moskau der nĂ€chste Grand Slam, das nĂ€chste Highlight an. Sportlich…Moskau an sich, steht nicht so auf unserer Highlight-Liste. Dieses Jahr gab es einen teaminternen Wettkampf: Wer bekommt die meisten Russen zum Lachen…oder wenigstens zu einem LĂ€cheln…am Ende stand bei uns allen eine dicke, fette Null…Wir spielen ein gutes Turnier, gewinnen alle Spiele im Pool und spielen uns im Single-Out wieder bis ins Viertelfinale gegen…Kessy/Ross! Und, verwunderlich, ich weiß, aber wir verlieren wieder! Diesmal zumindest 2:1…wir pirschen uns langsam an!

Es folgen ein 9. Platz in Stavanger, völlig in Ordnung, weil dieser Sand scheinbar einfach unseren Jungs gehört, Eric und David gewinnen sensationell Gold, wo sich im Vorjahr Julius und Jonas zu Weltmeistern kĂŒren lassen durften.
Eine Silbermedaille in Gstaad folgte. Das verrĂŒckteste Finale aller Zeiten, zumindest was das Wetter anging. Angefangen bei 40 Grad, unterbrochen wegen Hagelschauer fĂŒr 3 Stunden. Der Center Court war komplett weiß! Und bei 16 Grad in langen Hosen wurde das Finale zu Ende gespielt. Diesmal aber gegen Juliana/Larissa (BRA).
Ein 5. Platz bei einem von der FIVB offiziell als “Beach-Volleyball” ausgeschriebenen Turnier in Marseille, ist wohl als so eine Art Starthilfe gedacht, weil”Sandsturm-Lotto” noch keinen eigenen Verband hat. Lustig war’s auf jeden Fall! Definitiv eine Sportart mit Potenzial!
Eine Bronzemedaille in Klagenfurt. Immer wieder beeindruckend, dieses Klagenfurt. Wir gewinnen mit der vielleicht besten Turnierleistung “nur” Bronze. Weil wir das Halbfinale gegen einfach noch einen winzigen Tick bessere Larissa/Juliana in drei SĂ€tzen verlieren.
Einem mĂŒden 9. Platz in Stare Jablonki mit einer Niederlage gegen die immer stĂ€rker werdenden Chinesinnen schließt sich an, damit aber auch ein bisschen mehr Zeit, um uns fĂŒr die EM in Berlin am kommenden Wochenende zu erholen.

Foto JĂŒrgen Tap: Ein weiterer Höhepunkt in 2010: EM-Gold fĂŒr die deutsche Nummer eins.

Zwei Höhepunkte in Deutschland
Das große Ziel fĂŒr dieses Saison: EM-Gold! Und es klappt! Am kommenden Samstag gewinnen wir das Finale gegen Deutschland in Deutschland, vielleicht kullert sogar ein TrĂ€nchen und abends feiern wir mit Katrin und Ilka gemeinsam das super Ergebnis.

Gleich anschließend steht die Deutsche Meisterschaft an. Wir haben ein bisschen Probleme mit dem Spannungsabfall nach der EM, den Erfolgshunger zu wecken. Wir spielen uns zwar bis in Finale, schaffen es aber irgendwie nicht, den Sack zuzumachen und verlieren am Ende im dritten Satz. Der einzige echte Wehmutstropfen einer sonst mehr als zufriedenstellenden Saison.

Ein ganz besonderes Event
Ja und dann die “Klassenfahrt”… In der kommenden Woche trainieren wir wenig und fliegen dann am Freitag mit Holtwick/Semmler, Brink/Reckermann und Klemperer/Koreng nach Zrece/Slowenien, zur erste Phase des sogenannten Continental Cups. Ein neues Format um sich einen Olympia-Spot zu erspielen, sofern nicht schon zwei Teams unter den Top 16 der Weltrangliste sind. Das besondere ist eben, dass zwei Teams pro Geschlecht zusammen als “Deutschland” versuchen, sich diesen Spot ĂŒber drei Phasen zu erkĂ€mpfen. Mit uns in diesem Pool waren Norwegen, Portugal und eben Slowenien.

Ich war noch nie in Slowenien. Hat was von Österreich. War auch echt kalt da! Aber sehr, sehr lustig. Normalerweise ist jedes Team auf den Turnieren immer sehr mit sich beschĂ€ftigt, man sieht beim AufwĂ€rmen mal ein paar Ballwechsel von den anderen Teams, ruft dann mal ein unterstĂŒtzendes Wort und trifft sich dann vielleicht beim Abendessen. Diesmal war das anders. Wir haben uns gegenseitig aufgewĂ€rmt…also mit dem Ball jetzt…und konnten eigentlich alle Spiele von den anderen Teams sehen, haben zusammen gegessen usw. Das war schon ein ganz anderes “Team Deutschland GefĂŒhl” als sonst. Zumal wir ja auch nicht gegeneinander spielen konnten. Die MĂ€dels waren Streber und haben alles 2:0 gewonnen, die Jungs haben ein bisschen pubertiert und sind am Ende hinter Norwegen Zweiter geworden. Wie in der Schule eben…

So, jetzt waren aber immer noch acht Wochen zu ĂŒberbrĂŒcken bis zu den letzten beiden Turnieren in China und Thailand Ende Oktober bzw Anfang November. Wir haben erstmal ein bisschen Pause gehabt, drei Wochen keinen Ball angefasst, uns nur mit anderen Dingen fit gehalten und sind dann nochmals nach Teneriffa ins Trainingslager geflogen, wo wir auch ein kleines Einladungsturnier mit Österreich, der Schweiz und Spanien gespielt (und gewonnen) haben.

Und dann ein letztes Mal nach Asien. Wir hatten lange ĂŒberlegt, ob wir die letzten beiden Turniere noch spielen sollten. Schließlich wurde die Saison dadurch nochmals 10 Wochen lĂ€nger, fĂŒr zwei Turniere…
Aber es gab noch zwei Saisonziele, die noch nicht erreicht waren. Wir wollten alle Teams einmal geschlagen haben, das hatten wir auch geschafft – bis auf Kessy/Ross – und ein Turnier gewinnen. Außerdem konnten wir mit zwei guten Leistungen auch noch von Position fĂŒnf auf Position vier der Weltrangliste klettern…also, auf nach Asien!

Es kommt, wie wir es uns gewĂŒnscht hatten. Wir bekommen Kessy/Ross im Halbfinale. Und es lief… 21:14, 21:14. Das es so klar wird, hatte keiner erwartet. Finale!! Nah am letzten zu erfĂŒllenden Saisonziel! Gegen China in China wurde es ein gutes Spiel aber leider nicht gut genug fĂŒr den ersten Turniersieg – 22:20, 22:20 mussten wir uns geschlagen geben.
Auch in Thailand klappt es leider nicht. Wir schaffen es zwar mit einem weiteren fĂŒnften Platz tatsĂ€chlich noch auf Rang vier in der Weltrangliste (vorbei an Kessy/Ross…irre!), aber ein Turniersieg hat noch nicht sollen sein.
Damit ist aber auch klar, was im nĂ€chsten Jahr fett und rot am Anfang der “Ziele 2011-Liste” steht!!!

Foto FIVB: Im nĂ€chsten Jahr heißt es: Angriff auf den ersten Sieg bei der World Tour.

Aber jetzt ist erstmal Urlaub…schönes Wort…Urlaub…

 

Eure Sara

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Wieder ein StĂŒck „gewachsen“


Wow, was fĂŒr ein Saisonstart… Silber in Brasilia. Das erste Turnier einer Saison ist immer etwas Besonderes. Man trainiert ĂŒber Monate fleißig, aber weiß irgendwie doch nicht so richtig, wo man steht. Das ist vielleicht ein bisschen wie bei einem kleinen Kind, bei dem man selbst nicht merkt, wie es wĂ€chst, weil man es jeden Tag sieht, bis dann die Tanten kommen: “Gott was bist du groooß geworden?!”

Foto FIVB: GlĂ€nzender Start in die World Tour Saison 2010 fĂŒr Laura Ludwig und Sara Goller.

So Ă€hnlich ging’s uns in Brasilia. Wir hatten, wie im letzten Jahr, direkt vor dem ersten Turnier unser Abschlusstrainingslager in Los Angeles. Dort haben wir mit den amerikanischen World-Tour-Teams trainiert und uns gut gefĂŒhlt und mit den Hufen gescharrt, wann endlich die Saison losgeht. Dass wir am Ende direkt im Finale standen, war natĂŒrlich riesig! Am Ende des zweiten Tages, an dem wir knapp gegen das neue amerikanische Top-Team Misty (May-Treanor) und Nicole (Branagh) und sogar in zwei SĂ€tzen gegen das brasilianische Top-Team Juliana und Larissa gewonnen hatten, haben wir uns schon gegenseitig das ein oder andere Mal gekniffen…

Halbfinale! Super! Und das auf dem “leichteren” Weg durch die Winner-Runde. Das machte bei den Temperaturen ĂŒber 30°C und dem straffen Zeitplan schon einen Unterschied. Die beiden Schwestern aus Rio, Maria und Carolina, denen wir dann im Halbfinale gegenĂŒber standen, hatten bis zu unserem Spiel um 15.00 Uhr schon zwei Drei-Satz-Begegnungen in den Knochen. Trotzdem war es ein harter Kampf. Die beiden haben nochmals alle KrĂ€fte gebĂŒndelt und sich die Strapazen nicht anmerken lassen.

Das Hauptziel im letzten Jahr war gewesen, in mehr Halbfinals zu stehen. Das haben wir auch umgesetzt. Leider hatten wir aber keines davon gewonnen. Das soll(te) sich dieses Jahr Àndern. Dementsprechend entschlossen sind wir in das erste Halbfinale in dieser Saison gegangen und konnten uns am Ende 22:20 und 26:24 durchsetzen. Finale!!! Gegner waren wie in Runde 4 Juliana und Larissa.

Ein Finale in Brasilien gegen Brasilien ist schon was Besonderes… Noch dazu um 9.30 Uhr – wegen des Fernsehens… Der Center Court war trotzdem schon voll. Alle in gelben T-Shirts und gut gelaunt. Die Musik war so laut, dass wir uns beim Einspielen unsere Passkombinationen mit Fingerzeichen vor der Annahme anzeigen mussten, weil unsere Stimmen gegen den LĂ€rm nicht ankamen.

Als es dann losging, wurde die Musik von Pfiffen und Rufen der Zuschauer ersetzt. Das war zum einen ungewohnt, sind die Brasilianer doch eigentlich so ein freundliches Volk, zum anderen auch ein wenig irritierend, bei der Spieler-Vorstellung und dann auch jedem Aufschlag laut ausgepfiffen zu werden
 Vielleicht mĂŒssen wir uns zum Training mal ein paar „Pöbler“ anheuern, die uns ordentlich Gegenwind geben:) In den ersten Satz sind wir dann so ein bisschen reingestolpert, den haben wir zu 15 verloren. Wir haben uns dann aber doch gefangen, waren im zweiten Satz wieder auf der Höhe, auch wenn wir den knapp zu 19 verloren. Das war der einzige Wermutstropfen, dass wir es im Finale nicht mehr geschafft haben, das Spiel aus den vorangegangenen Runden zu finden. Trotzdem waren wir mit der Turnierleistung sehr zufrieden.

Wir hoffen einfach, dass es uns vergönnt sein wird, noch das ein oder andere Finale zu spielen und dann ein bisschen abgezockter zu sein. FĂŒr Juliana und Larissa war es gefĂŒhlt das hundertste Finale, fĂŒr uns das zweite. Da gilt es, noch ein Bisschen was aufzuholen! Aber wir sind ja auch noch in der Wachstumsphase…

Also drĂŒckt uns die Daumen in China!
Eure Sara

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Endlich wieder FrĂŒhling

Foto FIVB: Der FrĂŒhling kehrt ein, und die Beach-Volleyballerinnen - wie hier Sara Goller - fliegen wieder tiefer.

Man mag es nicht glauben, aber es wird tatsĂ€chlich FrĂŒhling! Als ich nach meiner Ankunft aus Neuseeland mit meinem Auto zum Training fahren wollte, war es weg! Ich hielt kurz inne: „Wo hatte ich denn geparkt…? Nein, das muss da sein!“
Also, schaute ich noch mal genauer und da – ein kleiner silberner Spiegel aus einem großen weißen Berg! Mit frei kratzen hatte ich gerechnet, nicht aber mit ausgraben!
Nachdem ich das Auto dann aber wieder mit der Welt bekannt gemacht hatte, machte das Rumrutschen in den Spurrillen zugegebenermaßen schon ein bisschen Spaß! Jetzt ist der Schnee und das Eis geschmolzen und die Straßen entpuppen Riesenlöcher! Und allen Rohrspatzen sei gesagt: wenn man mal genau hinschaut, kommen da die Straßen aus den letzten Jahrhunderten zum Vorschein, sehr interessant, wie ich finde!

Trotzdem reisen wir morgen wieder der Sonne hinterher. Um 8.05 startet der Flieger Richtung Fuerteventura. Schon fast ein kleines Traditionstrainingslager unseres Teams Anfang MĂ€rz. Und das mitreisende Team wĂ€chst jedes Jahr. Olaf (Kortmann) ist immer mit dabei und macht den Mentaltrainingspart, Renate (Peters) aus Paderborn kĂŒmmert sich als Physiotherapeutin um unser körperliches Wohlbefinden, Craig (Seuseu) ist natĂŒrlich dabei und scheucht uns durch den Sand, und neu ist dieses Jahr Hauke (Meyer-Koop), unser Athletiktrainer vom OlympiastĂŒtzpunkt Hamburg, als Sklaventreiber außerhalb des sandigen Geschehens. Außerdem sind zur gleichen Zeit noch ca. 13 (!) andere Teams vor Ort. Der Robinson Club, der uns dort immer mit Special Conditions ein Rund-um-sorglos-Trainingslager ermöglicht, mausert sich langsam zum europĂ€ischen Beach-Volleyba-Mekka!
In unserer Trainingsgruppe sind dabei Kolokova/Slukova, ein junges, ambitioniertes tschechisches Team, Arvanity/Tsiartsiani, die routinierten Griechinnen, die Schwaiger-Schwestern aus Österreich und die HĂ€lfte unserer deutschen Kolleginnen Holtwick/Semmler. Ilka kuriert zuhause noch eine Knieverletzung aus, und so hat sich Katrin eine weitaus grĂ¶ĂŸere Alternative mit Bartwuchs aus ihrer Berliner Trainingspartner-Kartei mitgebracht.

9.3.2010
Wir sind angekommen! Beim Verfassen meines Blogs sind mir gestern Abend die Augen zugefallen. Inzwischen sind wir schon auf der Insel. Muckelige 23 Grad Celsius, die Sonne scheint, allerdings sind auch schon eine Menge Kitesurfer auf dem Wasser…kein gutes Zeichen, das bedeutet viel Wind.
Aber zumindest ist der Sand schön! Wir haben ja in Hamburg den tiefsten Sand der Welt… Und ĂŒbrigens in Ă€hnlicher Zusammenstellung schon ein kleines Trainingslager dort vor zwei Wochen absolviert. Jetzt freuen wir uns alle, dass die Fußsohlen auch mal wieder an die Luft kommen…

Hier trainieren wir nun die nĂ€chsten zehn Tage. Dann geht es noch mal fĂŒr knapp zwei Wochen nach Hause, und dann fliegen wir am 1. April nach Los Angeles. Da holen wir uns dann im Training mit den Amerikanerinnen den letzen Feinschliff, bevor es am 21.April in Brasilia wieder ernst wird. Lange ist das nicht mehr…es kribbelt auch schon wieder…

Also, Freunde des Beach-Volleyballsports, gehabt euch wohl und zertrampelt die frischen Knospen nicht!

Eure Sara

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Weg aus der KĂ€lte!

Hallo zusammen,

diese Vorweihnachtszeit ist irgendwie eine komische Zeit. Ich hab mal irgendwo gehört, Weihnachten soll ruhig, besinnlich und “nĂ€chstenliebend” sein. Aber bis auf Beach-Volleyballer scheinen die meisten Menschen diese Zeit nicht besonders zu genießen. Sie mĂŒssen meistens noch unheimlich viel Altes, im noch laufenden Jahr erledigen, fĂŒr Familie, Freunde, Bekannte Weihnachtsgeschenke besorgen, obwohl sie keinen Schimmer haben was sie kaufen sollen und sind meistens dabei auch noch erkĂ€ltet. Super, dieses Weihnachten!

Foto FIVB: "JAA, Ägypten", scheint Sara Goller Partnerin Laura Ludwig zuzuschreien. Goller entflieht dem kalten deutschen Winter und genießt die Sonne in Nordafrika.

FĂŒr den Beach-Volleyballer als solchen, ist es allerdings tatsĂ€chlich die ruhigste Zeit im Jahr. Man bleibt einfach mal zuhause. Es steht zwar auch schon wieder regelmĂ€ĂŸig Sport auf dem Programm, aber man kann die Sachen auch mal drei Tage im WĂ€schekorb liegenlassen, weil sie ja nicht in 24 Stunden gewaschen und getrocknet wieder eingepackt werden mĂŒssen.

Und trotzdem konnte ich mich der allgemeinen Hektik auch nicht so richtig entziehen. War aber nicht so schlimm, hatte ja Zeit im Stress zu sein. Ich kann nur sagen, gut, dass Weihnachten nicht im Juli ist!

Jetzt hab ich aber alles erledigt und die Tasche ist doch mal wieder voll. Morgen packe ich alle meine Lieben ein und fliege fĂŒr zwei Wochen nach Ägypten. Normalerweise verbringe ich die Feiertage gerne im Schnee, Sonne haben wir ja schon öfter mal… Aber dieses Jahr eben mal nicht, und der Winter dreht ja jetzt außerdem auch völlig durch. -15 Grad! Ich freu mich auf jeden Fall schon total auf kuschelige 27 Grad!

Mit Freunden darf ich dort dann auch mal Trainer spielen. FĂŒr den Reiseveranstalter Aldiana machen wir ein Camp fĂŒr jedermann. Nebenbei kann ich mein sportliches Programm selbst noch durchziehen und eben mit all denen, die bei mir unter’m Jahr immer zu kurz kommen, die Sonne genießen.

Wenn ich dann wiederkomme, geht der Ernst des Lebens wieder los. Am 5. Januar fliegen wir in unser erstes Trainingslager nach Neuseeland. Unangenehmer Ernst…Nein, mal im selbigen, dann startet eben unsere Ballvorbereitung wieder. Unser Trainer Craig hat sicher schon genauer Vorstellungen, wie der Muskelkater möglichst fies wird. Da sind wir dann knapp fĂŒnf Wochen. Spielen evtl auch ein, zwei Turniere der nationalen Tour mit und bringen Craig dann im Februar wieder nach freezing Germany zurĂŒck.

In diesem Sinne wĂŒnsche ich allen ein schönes Weihnachtsfest, sodass sich der Stress auch gelohnt hat und einen guten Rutsch in 2010!

Liebe GrĂŒĂŸe!
Sara

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Endspurt in Asien!

Foto FIVB: Nachdem Sara Goller (vorne) und Laura Ludwig am Anfang der Saison bereits in Asien (Shanghai) erfolgreich gebaggert haben, wird auch die Saison auf dem bevölkerungsreichsten Kontinent beendet.

Endspurt! Noch einmal die Tasche packen und die Treppe runter ins Auto hieven, noch einmal checken, ob man nicht wieder irgendwas vergessen hat: Reisepass, Visum, Geld, SchlĂŒssel, Handy… Noch einmal mit der Dame am Check-In-Schalter ĂŒber das ÜbergepĂ€ck diskutieren, noch einmal merken, dass man fĂŒr den Langstreckenflug doch wieder die Thrombose-Socken vergessen hat.

Die letzte lange Reise steht an. FĂŒr zwei Turniere fliegen wir nochmals nach Asien. Zum einen Sanya, ein wohl populĂ€res Urlaubziel der Chinesen, zum anderen Phuket, ein wohl populĂ€res Urlaubziel aller anderen. Wir waren an beiden Orten noch nicht und sind gespannt, was uns erwartet. Die Saison wird lang in den letzten Wochen. Seit wir zum Trainingslager in Los Angeles im MĂ€rz aufgebrochen sind, sind wir nun nahezu ununterbrochen unterwegs.
Um in der vierwöchigen, wettkampffreien Zeit zwischen dem letzten Turnier, der EM in Sochi und den kommenden beiden Turnieren wieder ein wenig in Turnierstimmung zu kommen, hatten wir noch ein Trainingslager auf Kreta. Zusammen mit Belgien, Griechenland und unseren deutschen Kolleginnen Holtwick/Semmler. Wir waren allerdings alle im gleichen Hotel, haben zusammen gegessen und die freie Zeit zusammen verbracht, sodass eher eine muntere FerienlageratmosphĂ€re herrschte…

Meine Partnerin trug hierzu maßgeblich bei. MĂŒdigkeit drĂŒckt sich bei ihr unter anderem dadurch aus, dass sie einfach alles ausplappert, was ihr so durch den Kopf geht. Einmal geht zum Beispiel ein junger Mann an uns vorbei und sie ruft uns zu: “Boa, schau dir das mal an! Was hat der denn da fĂŒr einen Atomknutschfleck?”, darauf er “der ist von meiner Freundin!”, dann sie einigermaßen verlegen: “Ups, du sprichst ja deutsch…”

Trotzdem ist es immer leichter, sich am Ende einer langen Saison zum Training zu motivieren, wenn man Trainingspartner hat…deshalb haben wir danach auch gleich Katrin und Ilka fĂŒr die letzten Tage nach Hamburg zum Training eingeladen und hatten, im tiefsten Beachhallen-Sand der Welt, noch einige gute Abschlusseinheiten vor dem Endspurt.

Am 8.November ist dann auch fĂŒr uns Feierabend. Bis dahin wollen wir aber noch ein paar neue Sachen umsetzen, die wir in den letzten Wochen trainiert haben und eine gute Saison mit einem erfolgreichen Saisonabschluss beenden. Dann noch ein langer Flug und dann wird die Tasche erstmal ausgepackt und in die Ecke gestellt!

Asiatische GrĂŒĂŸe von
Sara

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Die Probleme einer Weltreisenden

Schon wieder fast alles vorbei…da schuftet man stundenlang in KraftrĂ€umen und Beachhallen, gefĂŒhlt ĂŒber Jahre und dann ist zack – die Saison im Handumdrehen zu Ende.

15 Turniere liegen hinter uns, in unserer Wahlheimat Hamburg sind wir seit MĂ€rz insgesamt vielleicht vier Wochen gewesen. Mein Auto begrĂŒĂŸte mich bei jeder Stippvisite mit immer dickeren Spinnweben zwischen Spiegel und Fenster und heute morgen hab ich ĂŒberlegt ob Benzin eigentlich auch “schlecht” werden kann. Das war um 6.30 Uhr und ich kam mal wieder vom Flughafen, mein Home-Grand-Prix… Da winkt mich ein junger Mann in Uniform in die nĂ€chste Einfahrt. “Junge Dame, Sie sind ziemlich flott unterwegs. Wir haben das hier auf unserer Kamera, wollen sie das sehen?”, “Nee, will ich nicht.” Ich will einfach nur in mein Bett! Im Laufe der Kontrolle, wurde mir mein Vagabunden-Dasein mal wieder bewusst: “Wo wohnen Sie?”, “Hamburg. Bin aber noch gemeldet in Herrsching am Ammersee, das ist mein erster Wohnsitz”, “Den FĂŒhrerschein gemacht in?”, “Leverkusen.” „Aber Sie haben ein Berliner Kennzeichen?!” „Das ist die Firmenadresse.”, „Okay…”

Soviel zu „reisen macht Spaß“, aber man verliert eben hin und wieder mal die Orientierung, wacht nachts auf und muss kurz mal rekapitulieren: “Neben mir: Laura, Morgen: Turnier, Zimmer mit Holzdecke: Gstaad! Wir sind in Gstaad!” In unserem Team verliere ich grundsĂ€tzlich eher die Orientierung…zumindest tagsĂŒber. Nachts passiert es auch, dass ich Laura darauf hinweisen muss, dass es natĂŒrlich noch lange dauert, bis es hell wird, weil es ein Uhr nachts ist und sie sich doch bitte wieder hinlegen soll…

Ja, ja, wenn man soviel zusammen unterwegs ist, passieren schon lustige Dinge. Den Vogel haben dieses Jahr definitiv die EnglĂ€nder abgeschossen, die Von Stockholm die FĂ€hre nach Aland genommen haben, bei Ankunft aber vor dem falschen Ausgang gewartet haben und so weitere 10 Stunden nach Helsinki gefahren sind um dann von dort wieder zurĂŒckzufliegen…

Laura und ich haben natĂŒrlich krĂ€ftig mitgescherzt auf deren Kosten, die mussten sich ganz schön einstecken letztes Wochenende… Was sie zum GlĂŒck nicht wussten: Laura und ich haben in Dubai mal am Gate 20 einchecken wollen um dann zu hören: “Ihr Flug ging vor 20 Minuten von Gate 24.” „Wie? Es gehen zwei Emirates-FlĂŒge innerhalb von einer Stunde von Dubai nach Shanghai?” „Korrekt.” „Das ist jetzt natĂŒrlich relativ Ă€rgerlich…”

Und jetzt steht Timmendorf vor der TĂŒr und wenn Timmendorf vor der TĂŒr steht, ist die Saison fast vorbei. Und wenn die Saison fast vorbei ist, zieht man schon ein bisschen Bilanz. Was war gut, was kann man besser machen, was hat man erlebt, was waren die Highlights, haben wir unsere Ziele erreicht?
Ziele waren, Halbfinals regelmĂ€ĂŸiger zu erreichen. Das hat geklappt. Allerdings haben wir in der Planung irgendwie “Halbfinals gewinnen” vergessen…das könnten wir als Tagesordnungspunkt fĂŒr das PlanungsgesprĂ€ch 2010 einbringen…

Individuell haben wir uns mit Craig als neuem hauptamtlichem Trainer deutlich weiterentwickelt, vor allem was unsere Phase 10-FÀhigkeiten angeht. In diesem Kartenspiel haben wir einen internen Wettkampf am laufen, der von Laura akribisch auf Papier festgehalten wird und worin am Ende des Jahres der Ranking Leader in Phuket mit dem Kokosnusskrönchen ausgezeichnet wird. Ein weiteres Highlight, das neben DM und EM dieses Jahr noch ansteht!

Also, die Saison ist fast am Ende, aber eben nur fast. Ein paar KokosnĂŒsse sind noch zu ergattern!

Eure
Sara

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